8 Schritte, um Ihre Übersetzungskosten 2017 zu senken

Geschrieben von Andreas Ljungström am 17/01/17

Der Bedarf an mehrsprachigen Inhalten ist sicherlich nicht auf multinationale Unternehmen beschränkt. Sie möchten globale Märkte erschließen oder die Reichweite Ihrer Geschäftstätigkeit erweitern? Dann müssen Sie Ihre Inhalte einem breiteren Publikum zugänglich machen und andere Sprachen, Kulturen und Hintergründe berücksichtigen. Während Ihr Lokalisierungsbedarf Jahr für Jahr wächst, bleibt Ihr Übersetzungsbudget jedoch vielleicht unverändert! Wenn Sie sich Gedanken machen, wie viel Geld Sie 2017 für Übersetzungen ausgeben, dann sehen Sie sich unseren aus 8 Schritten bestehenden Leitfaden mit Tipps an, wie Sie Ihre Kosten durch Optimierung der Autoren- und Übersetzungsprozesse kontrollieren können.

8 SCHRITTE, UM IHRE ÜBERSETZUNGSKOSTEN 2017 ZU SENKEN

1 - Sprachen überlegt auswählen

Sie wissen bereits, dass eine einzige Sprache nicht ausreicht, um Ihre Produkte und Dienstleistungen effizient zu vermarkten. Aber welche Zielsprachen sollten Sie wählen? Wählen Sie zunächst einmal die Sprachen der Länder, in denen Ihr Unternehmen bereits ansässig oder auf irgendeine Art lokal präsent ist, entweder durch Vertriebsvertreter oder lokale Händler. Als nächstes sehen Sie sich die Sprachen der Märkte an, die Sie aktiv zu erreichen versuchen. Bitten Sie Ihren Vertrieb und Ihre Kunden um Rückmeldung, um die wichtigsten Sprachen für Ihre Lokalisierungen zu bestimmen.

Schließlich sollten Sie sich mit Ihrer Webanalytik vertraut machen. Prüfen Sie, woher der aktuelle Datenverkehr stammt und ob eine erkennbare Übereinstimmung mit den Sprachen Ihrer Website besteht. Für eine effektive Investition sollten Sie die Besucher mit einer höheren Konversionsrate priorisieren.

2 - Die Unternehmensterminologie vereinheitlichen

Eine konsistente und klare Terminologie trägt ebenfalls zur Kostensenkung und zur Steigerung der Übersetzungsqualität bei. Eine einheitliche Terminologie erhöht die Produktivität der Übersetzer und senkt den Aufwand für die mühsame Verwaltung von Rückfragen, sodass Ihnen mehr Zeit für wichtigere Dinge bleibt.

Wenn Sie ganz von vorn beginnen, sollte Ihr Anbieter für Sprachdienstleistungen in der Lage sein, eine konzeptorientierte Terminologiedatenbank für Ihr Unternehmen zu erstellen, basierend auf den Begriffen, die Sie am häufigsten verwenden, und diese mit Benennungen in der Zielsprache sowie relevanten Metadaten zu füllen.

Mit Ihrer vereinheitlichten Datenbank und einem Translation Memory (TM) sinken Ihre Übersetzungskosten, weil Sie dieselben Inhalte niemals zweimal übersetzen müssen. Ihr Anbieter für Sprachdienstleistungen räumt zudem Rabatte für Texte ein, die sich wiederholen oder bei denen Teile der zu übersetzenden Inhalte aus dem TM wiederverwendet werden können. Auch die Qualität und Konsistenz der Inhalte werden besser, je mehr Beteiligte an der Terminologie (d. h. Autoren und Übersetzer) die vereinheitlichte Terminologie nutzen können.

3 - Inhalte analysieren

Sind die Inhalte noch korrekt und aktuell? Entsprechen sie auch der Botschaft, die Sie Ihren Kunden vermitteln wollen? Oder, noch wichtiger, sind Ihre Kunden daran interessiert diese zu lesen und zu hören? Um Ihre Übersetzungen zu optimieren, müssen Sie zunächst Ihre Inhaltsstrategie optimieren, indem Sie die Ziele bestimmen, mit denen jeder Inhalt auf das richtige Format und die richtige Anforderung ausgerichtet werden kann. Wenn die vorhandenen Inhalte nicht mit dem übereinstimmen, was Ihre Kunden erwarten, sollten Sie sich überlegen, Ihren Inhalt zu begrenzen oder Ihre Strategie neu zu definieren.

4 - Das Prinzip des „minimalistischen Schreibens“ einhalten

Ein guter Ausgangstext ist für einen effizienten Lokalisierungsprozess unabdingbar. Bei der Erstellung neuer Inhalte ist es wichtig, dass Autoren dabei im Hinterkopf behalten, dass Ihr Text in mehreren Sprachen erscheinen soll. Die Sätze sollten gut geschrieben, kurz und klar sein. Streichen Sie unnötige Abkürzungen oder Jargon und bitten Sie um ein Lektorat oder gleich eine komplette inhaltliche und sprachliche Revision in der Ausgangssprache, bevor Sie den Text zur Übersetzung freigeben.

5 - Die Wiederverwendung von Inhalten fördern

Eine Selbstverständlichkeit bei Content Management und Optimierungsstrategien. Durch den Einsatz eines Component-Content-Management-Systems (CCMS) mit einem Topic-orientierten Ansatz zur Erstellung von Inhalten können Sie Ihre Inhalte in kleinsten Bausteinen verwalten, sodass Sie denselben Inhalt an mehreren Stellen einfach wiederverwenden können. Wenn Sie sich für einen strukturierten, Topic-basierten Ansatz zur Erstellung von Inhalten entscheiden, verringern Sie damit automatisch Ihre Übersetzungsanfragen, sodass Sie Kosten einsparen und gleichzeitig die Konsistenz ihrer ausgangssprachlichen Ressourcen erhöhen.

6 - Realistische Termine festlegen

Anfragen in letzter Minute und enge Termine bedeuten in der Regel höhere Preise und schlechtere Qualität. Achten Sie darauf, Ihren Bedarf vorausschauend zu erkennen, damit genügend Zeit für eine Qualitätsprüfung und ggf. eine Revision bleibt, um qualitativ hochwertige Übersetzungen sicherzustellen.

7 - Technologie nutzen

Von Übersetzungsmanagement-Portalen als Komplettlösung bis hin zu computergestützten Übersetzungstools (CAT-Tools) – Technologie kann einen großen Vorteil für Sie bedeuten, wenn es um die Senkung von Kosten und die Steigerung der Produktivität geht. Obwohl maschinelle Übersetzungssysteme die Übersetzungsqualität von Übersetzern immer noch nicht erreichen, spielt die maschinelle Übersetzung als Technologie unbestreitbar eine Rolle bei der Produktivitätssteigerung von Übersetzern oder bei der maschinellen Rohübersetzung zu geringeren Kosten. Und mit dem Aufkommen der neuronalen maschinellen Übersetzung hat die Technologie einen weiteren riesigen Sprung nach vorn gemacht und wird jedes Jahr intelligenter, wodurch das Kosten-Nutzen-Verhältnis der maschinellen Übersetzung im Allgemeinen weiter verbessert wird.

8 - Bei dem selben Anbieter für Sprachdienstleistungen bleiben

Wenn Sie bei mehreren Anfragen beim selben Anbieter für Sprachdienstleistungen bleiben, erhalten Sie bessere Preise und Rabatte für künftige Projekte. Außerdem ermöglicht eine langfristige Partnerschaft bessere Synergien bei der Zusammenarbeit, was zu konsistenteren Ergebnissen führt. Unter Umständen lassen sich lokale Anbieter mit günstigeren Preisen für bestimmte Sprachen finden, aber ein einzelner globaler Anbieter für Ihren gesamten Übersetzungsbedarf garantiert ein optimales Budget, ohne die Qualität Ihrer Inhalte zu gefährden.


Thema: Localization, Translation, Translation Memory, Translation Management, Terminology






Andreas Ljungström

Geschrieben von Andreas Ljungström

Andreas Ljungström is a Language Technologies Consultant and Certified CAT trainer at AMPLEXOR International based in Berlin. His main areas of focus are consultancy and professional services aimed at streamlining and automating terminology and CAT processes on both customer and LSP side. He is currently spearheading the roll-out of XTM within the AMPLEXOR group.

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