Das richtige Content-Management-System auswählen: wichtige Stakeholder

    An Marketingtechnologien kommt in einem modernen Unternehmen inzwischen niemand mehr vorbei. Trotzdem kann es zu Unklarheiten kommen, wenn es darum geht, wer für die Auswahl und Implementierung von Content-Management-Systemen (CMS) zuständig ist.

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    Bislang waren technologiebezogene Entscheidungen ausschließlich CIOs vorbehalten. Allerdings verbringen CMOs inzwischen zunehmend mehr Zeit mit IT-Angelegenheiten als die eigentlichen IT-Abteilungen. Das Aufkommen neuer Rollen wie die des Chief Marketing Technologist und Chief Digital Officer zeigt, dass Technologie im Bereich Marketing eine immer wichtigere Rolle spielt. Ist das CMS einmal ausgewählt, werden die täglichen Aufgaben in den meisten Fällen auf ein mitarbeiterstarkes Team verteilt, das sich unter anderem aus Marketingverantwortlichen, Redakteuren, Bloggern und Webmastern zusammensetzt. Außerdem wird ein CMS in der Regel in verschiedene andere Geschäftsplattformen wie Marketing-Automatisierungstools oder CRM-Systeme integriert.

    Angesichts der weitreichenden Auswirkungen eines CMS auf das gesamte Unternehmen sollten Sie sich für einen kooperativen Ansatz entscheiden, um den Erfolg eines neuen CMS-Projekts sicherzustellen. Wenn sich alle Beteiligten mit ihren Kompetenzen einbringen und ihr Know-how miteinander teilen, anstatt in abgeschotteten Silos oder unabhängig voneinander zu arbeiten, lassen sich für alle die größten Vorteile erzielen. Aber wer genau sollte an einem CMS-Projekt beteiligt sein?

    Marketing

    Heute ist es wichtiger denn je, Kunden ein positives und ansprechendes Erlebnis zu bieten. Das CMS wird nicht nur bedeutende Auswirkungen auf die Besucher Ihrer Website haben, sondern auch auf Ihre eigenen Manager, Marketingverantwortlichen, Redakteure und Administratoren.

    Die werden sich in der Regel vor allem für Workflows bei der Erstellung von Inhalten, die Unterstützung mehrsprachiger Inhalte oder die Integration in andere digitale Marketing-Tools wie CRM, erweiterte Analysen und Social Media interessieren. Sie sollten Ihre Marketingteams unbedingt in die Diskussion einbeziehen, um zu verstehen, welche Funktionen für sie am nützlichsten sind, damit sie ihre Ziele erreichen können. Gleichzeitig stellen Sie dadurch sicher, dass das CMS mit der Marketingstrategie Schritt halten kann, während sie sich weiterentwickelt.

    Inhaltsverfasser

    Manchmal werden die eher operativ ausgerichteten Teammitglieder vom Entscheidungsprozess ausgeschlossen. Allerdings sollte Ihnen klar sein, dass Sie sie unbedingt in den Prozess einbeziehen sollten, um von ihren Kompetenzen und dem entsprechenden Fachwissen profitieren zu können. Schließlich kennen diejenigen, die täglich mit der Plattform arbeiten werden, die Aufgaben am besten und wissen, in welchen Bereichen Verbesserungen notwendig sind. Außerdem sind ihnen die wichtigsten Schwachstellen bei der Verwaltung von Inhalten bekannt. Natürlich sind Funktionen wichtig – wenn sie aber niemand nutzen kann, werden sie sich schnell als ziemlich sinnlos erweisen.

    Für die Benutzerakzeptanz und den Erfolg Ihres CMS spielt die Benutzerfreundlichkeit für Ihre Inhaltsverfasser eine entscheidende Rolle. Ein Tool, das zahlreiche großartige Funktionen bietet, aber nicht sehr intuitiv zu bedienen ist, könnte zu Frust bei Ihren Inhaltsverfassern führen und die Benutzerakzeptanz Ihres CMS beeinträchtigen. Indem Sie Ihre sie einbeziehen, stellen Sie sicher, dass sie verstehen, welche Fähigkeiten erforderlich sind, um das CMS effizient und erfolgreich zu bedienen (können beispielsweise auch technisch nicht bewanderte Benutzer das Tool einfach nutzen?). Wenn Sie sie für das neue Tool begeistern können, werden sie Ihnen gern und bereitwillig dabei helfen, die Anforderungen für die spätere Implementierungsphase festzulegen.

    IT

    Der CIO trägt am Ende die Verantwortung für die Technologie, und Ihre IT-Teams sind die Experten, wenn es um Integrations- und Anpassungsmöglichkeiten geht. Sie konzentrieren sich in der Regel weniger auf das Kundenerlebnis, sondern wesentlich stärker auf interne Angelegenheiten wie Kosteneinsparungen, IT-Effizienz, langfristige Zuverlässigkeit sowie Sicherheit und Stabilität.

    Wenn Sie Ihre IT-Experten einbeziehen, können diese umfassendere Einblicke in das System gewinnen und prüfen, wie es sich in andere Geschäftsplattformen (u. a. CRM, Marketing-Automatisierung und E-Commerce) integrieren lässt. Da IT-Abteilungen oftmals eigene Beschaffungsteams haben oder eng mit Beschaffungsabteilungen zusammenarbeiten, ist es sicherlich hilfreich, diese von Anfang an einzubeziehen, um einen schnelleren und reibungsloseren Ablauf des Kaufentscheidungsprozesses zu ermöglichen.

    Vertrieb

    Eine enge Integration zwischen dem CRM und dem CMS wirkt sich auf die Kundengewinnung, -akquise und -bindung aus. Deshalb werden sich Vertriebsteams vor allem dafür interessieren, wie einfach sich diese Integration vornehmen lässt und welche zusätzlichen Informationen zu potenziellen Neukunden ihnen dadurch am Ende zur Verfügung stehen werden. Beziehen Sie die Vertriebsteams daher in Ihre Demo ein, damit sie besser nachvollziehen können, welche Vorteile sich durch das CMS hinsichtlich der Customer Journey bieten werden und wie das Tool zu einer höheren Vertriebseffizienz und -effektivität beitragen kann.

    Abschließende Worte

    Der Erfolg oder Misserfolg Ihrer CMS-Initiative hängt maßgeblich von der Technologie ab, die Sie auswählen. Deshalb wird Ihr Unternehmen letztlich von einer engen Zusammenarbeit zwischen den Marketingverantwortlichen, Inhaltsverfassern, IT- und Vertriebsteams profitieren.

    Diese funktionsübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht eine gemeinsame Sicht aller Beteiligten auf den Kunden und eröffnet Chancen für Effizienzsteigerungen, Verbesserungen hinsichtlich des Workflows und sogar Kostensenkungen. Indem Sie Ihre internen Barrieren beseitigen, sorgen Sie für eine bessere Einbindung in jedem Ihrer Teams. Dadurch kann Ihre Marke Ihre Zielgruppen noch besser und effektiver erreichen.

    Veröffentlicht auf 16/05/19    Zuletzt aktualisiert am 16/05/19

    #CMS, #Digitale Strategie

    Über den Autor

    Laura Van den Eynde is Business Consultant at AMPLEXOR, based in Belgium. Specializing in digital marketing and user experience, Laura is responsible for identifying the client requirements and leading digital projects from concept to implementation.

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