QR-Codes - auf einmal wieder in?

    Warum sind QR-Codes überhaupt noch ein Thema? Alles über Trends, Vorteile, die unterschiedliche Nutzung weltweit und kuriose Fakten.

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    2020 ist längst das Jahr unvorhergesehener Ereignisse. Das gilt auch für ein kleines, interaktives Quadrat: Der QR-Code ist zu neuem Leben erwacht, sei es mit Tracking-Apps, sei es mit Speisekarten zum Scannen, etc. Lernen Sie den QR-Code besser kennen – um zu entscheiden, ob er auch für Sie sinnvoll sein kann. 

    Der QR-Code ist ein zweidimensionaler (2D) Barcode, bereits 1994 für die japanische Automobilindustrie entwickelt. Damals verlangte der Automobilhersteller Toyota von seinen Zulieferern, Bauteile müssten leichter zu identifizieren sein. So entwickelte ein Tochterunternehmen von Denso, einem der größten Zulieferer Toyotas, den QR-Code.  

    QR steht für Quick Response. Diese Codes lassen sich schnell auslesen und bieten umfassende Speicherkapazitäten; genau diese Eigenschaften machten sie schnell auch außerhalb der Automobilindustrie beliebt. Aber ist der QR-Code heute noch aktuell? Ja ... an den richtigen Stellen.  
    Scannen Sie diesen QR-Code mit Ihrem Smartphone und entdecken Sie, wohin er Sie führt: 

    QRcode

    Vorteile des QR-Codes im Vergleich zu eindimensionalen Codes 

    QR-Codes haben im Vergleich zu eindimensionalen (1D) Barcodes wie Code39 und EAN-13 viele Vorteile. Zu den wichtigsten gehören: 

    1. 1. Mehr Daten: QR-Codes können bis zu 2.000 Zeichen kodieren, 1D-Barcodes nur 100.  

    1. 2. Kleiner: QR-Codes sind bis zu zehnmal kleiner als ein 1D-Barcode mit denselben Informationen. 

    1. 3. Fehlerkorrektur: Selbst wenn QR-Codes zu bis zu 30 Prozent verschmutzt oder beschädigt sind, sind sie noch lesbar (je nach Qualität der Scan-Software und des Scan-Geräts). 1D-Barcodes bieten keine Fehlerkorrektur. 

    1. 4. Scan-Winkel: QR-Codes können Sie dank des Erkennungsmusters aus jedem Winkel scannen. Bei 1D-Barcodes müssen die Scanner immer am Code ausgerichtet werden. 
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    3. QR-Codes in der Praxis 

    Da QR-Codes wesentlich mehr Informationen kodieren können als 1D-Barcodes, gibt es immer wieder neue Anwendungen dafür. Hier ein Überblick über die wichtigsten Einsatzgebiete: 

    • Auf eine bestimmte Website/ URL weiterleiten 
    • Ein Foto oder Video öffnen 
    • Zu einem Social-Media-Kanal weiterleiten 
    • Eine Unternehmensbewertung in Google hinzufügen 
    • Eine E-Mail mit voreingestelltem Empfänger und Betreff erstellen 
    • Eine bestimmte Telefonnummer anrufen 
    • Standortkoordinaten per Google Maps senden 
    • Eine Besprechung zu einem Terminplan hinzufügen 
    • Einen Kontakt zum Adressbuch des Smartphones oder einem Messenger hinzufügen 
    • Automatisch mit einem bestimmten WLAN verbinden
    • Kontaktlos bezahlen.  

    Vor allem die Möglichkeit der automatischen Verbindung mit einem WLAN ist für Restaurants, Geschäfte und andere öffentliche Einrichtungen interessant, in denen Kunden oft nach dem Namen und dem Passwort für das Netzwerk fragen.  

    Auch das kontaktlose Bezahlen mittels QR-Code wird immer beliebter. So funktioniert es: Ein Kunde kauft ein Produkt, wobei er zunächst den QR-Code des Händlers mit seinem Smartphone scannt. Das Smartphone zeigt den Preis an und der Kunde bestätigt die Bezahlung auf dem Handy. Der Händler erhält in Sekundenschnelle eine Bestätigung. Diese Art der Bezahlung ist schnell, kontaktlos und funktioniert ohne Bargeld oder Bankkarte. Nachdem 2020 das kontaktlose Bezahlen praktisch Standard geworden ist, hat allein das schon dem QR-Code zu neuer Popularität verholfen. 

    Andere Länder, andere QR-Code-Sitten 

    Die ganze Welt nutzt QR-Codes – aber wie genau, wurde bisher kaum untersucht. Die meisten Studien liefern Websites, die QR-Code-Generatoren anbieten – darunter Scanova und QRStuff. Eines zeichnet sich aber auf jeden Fall ab: QR-Codes sind in einigen Ländern wesentlich beliebter als in anderen. Am häufigsten kommen sie in Südostasien zum Einsatz, vor allem in China und Indien.  

    Eine Studie von SIG, einem führenden Verpackungsunternehmen, hat herausgefunden, dass nur etwa acht Prozent der Verbraucher in Europa mehrmals in der Woche einen QR-Code scannen, im Vergleich zu 50 Prozent in China. Allgemein haben die Menschen in China den Ruf, neuen Technologien gegenüber sehr aufgeschlossen zu sein. WeChat, Chinas Version von WhatsApp, verwendet einen integrierten QR-Code-Scanner und unterstützt damit das kontaktlose Bezahlen. Europa bevorzugt hingegen dafür im Allgemeinen den NFC-Chip.  

    Quelle: QR Code Statistics  Quelle: QR Code Statistics  

    QR-Kuriositäten: Interessante Fakten 

    Die Mindestgröße, damit die meisten Smartphones einen QR-Code lesen können, lässt sich mit dieser einfachen Formel berechnen:  

    Mindestgröße des QR-Codes = Scanning-Abstand/10.  

    Das würde zum Beispiel bedeuten, dass ein 2,5 cm großer QR-Code in einer Zeitschrift aus einem Abstand von ca. 25 cm gescannt werden müsste. Ein QR-Code auf einer Werbetafel in 20 Metern Entfernung müsste demnach mindestens 2 Meter groß sein.  

    Wussten Sie, dass die schwarzen Punkte immer kleiner werden, je mehr Daten sich hinter einem QR-Code verbergen? Die Dichte des QR-Codes wird durch eine Versionsnummer zwischen 1 und 40 beschrieben. Ein Version-1-QR-Code besteht aus 21 Punktzeilen und 21 Punktspalten. Mit jeder weiteren Versionsnummer steigt die Anzahl der Zeilen und Spalten um 4: Ein Version-2-QR-Code besteht aus 25 Zeilen und Spalten, ein Version-3-Code aus 29. Ein Version-40-Code schließlich hat 177 Zeilen und Spalten.  

    Es gibt vier Fehlerkorrekturstufen für QR-Codes: L, M, Q, H. Die jeweilige Stufe bestimmt, wie viel Prozent des gesamten QR-Codes verschmutzt oder beschädigt sein darf, bevor die Lesbarkeit beeinträchtigt wird. Bei Stufe L können bis zu sieben Prozent verschmutzt oder beschädigt sein, bei Stufe M 15 Prozent, bei Stufe Q 25 und bei Stufe H 30 Prozent. Je höher der Prozentwert, desto größer der QR-Code.  

    qr-codes-error-correction

    Nachdem Sie nun quasi ein Experte in Sachen QR-Codes sind, fällt Ihnen hoffentlich die Entscheidung leichter, ob auch bei Ihnen diese Technologie zu einer besseren Nutzererfahrung beitragen kann oder nicht. Für weitere Informationen über intelligente Technologien zur Datenerfassung empfehle ich Ihnen diesen Artikel. Er beschreibt detailliert die einzelnen Optionen und ihre jeweilige Relevanz. Sie möchten mehr Infos zum Thema Nutzererfahrung? Wir verraten Ihnen die Trends, die Ihre Online-Strategie vorantreiben. Und zögern Sie nicht, uns hier bei Amplexor zu kontaktieren. Wir entwickeln gerne mit Ihnen eine umfassende digitale Strategie für Ihr Unternehmen oder Ihre Organisation, von A bis Z.  

    Veröffentlicht auf    Zuletzt aktualisiert am 09/11/2020

    #Website-Übersetzung, #Digitale Strategie, #Kundenerfahrung

    Über den Autor

    Wouter Boot is Business Consultant at Amplexor, located in Eindhoven, The Netherlands. Wouter is working in the Content Capture & Intelligence team, which provides organizations with highly accurate, processing automation for documents.

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