Feiertagsbräuche in aller Welt

    Je nach Land und Region gibt es auf der Welt ganz unterschiedliche Festtagsbräuche. Wie begehen unterschiedliche Kulturen die Feiertage?

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    In vielen Teilen der Welt ist es jetzt kalt, vielleicht liegt sogar Schnee. Auch die ersten Vorbereitungen für das Treffen mit der Familie laufen bereits. Keine Frage: Die Feiertage rücken näher 🗓 ! Für jede Region oder Religion bedeuten die Feiertage etwas anderes: Während die einen unterm Weihnachtsbaum sitzen, wird andernorts Chanukka, Kwanzaa oder ein anderes Fest gefeiert.

    Als #DigitalMarketer sind Sie wahrscheinlich bereits vertraut mit unterschiedlichen Traditionen. Schließlich sind bei den Kampagnen für ein globales Publikum auch immer die Feiertage zu berücksichtigen. Aber welche Feste gibt es genau in den verschiedenen Teilen der Welt? Haben Sie sich je gefragt, welche Feiertage Ihre internationalen Kunden, Kollegen und Partner haben?

    Sehen wir uns also einmal die unterschiedlichen Festtagstraditionen in aller Welt an 🌎 – damit Sie in Ihrer Branche das Maximum aus der umtriebigen Zeit vor den Feiertagen herausholen können!

    Weihnachten

    Zwei Milliarden Menschen in aller Welt feiern jedes Jahr Weihnachten. Ob am Heiligabend Santa Claus, das Christkind oder der Weihnachtsmann zu Ihnen kommt, hängt davon ab, wo Sie den Abend des 24. Dezember verbringen. Nicht überall ist Weihnachten schon am ersten oder zweiten Weihnachtsfeiertag wieder vorüber. Mancherorts gehen die Feierlichkeiten vom Abend des 5. Dezember bis zum 6. Januar.

    In Belgien, Deutschland, Luxemburg, den Niederlanden und Nordfrankreich wird am Abend des 5. oder am Morgen des 6. Dezember Nikolaus gefeiert. Der Nikolaus kommt in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember und legt kleine Süßigkeiten in die Schuhe braver Kinder. Und die bösen Kinder? Die dürfen sich vor dem „Krampus“ – einer Schreckensgestalt mit Hörnern und Ketten – oder einer ähnlichen düsteren Figur fürchten.

    In Großbritannien will es die Tradition, dass die Dekoration zwölf Nächte bis zum 6. Januar hängen- und stehenbleibt. (Wobei auch immer wieder zu hören ist, das richtige Datum sei eigentlich der 5. Januar – der Vorabend der Heiligen Drei Könige). Die Dekoration vor der zwölften Nacht abzunehmen soll Unglück bringen.

    Chanukka

    Ein anderes winterliches Fest ist Chanukka. Bei diesem „Lichterfest“ feiert die jüdische Glaubensgemeinschaft das Wunder, das sich vor tausenden Jahren in Jerusalem abgespielt haben soll: Dort soll eine Lampe, in der eigentlich nur Öl für einen Tag war, acht Tage und Nächte lang gebrannt haben. Deshalb wird zu diesem Fest auch die sogenannte Menora aufgestellt – ein achtarmiger Leuchter. Darin brennen die symbolträchtigen Kerzen, von denen an jedem Feiertag morgens eine angezündet wird.

    Ein wichtiges Detail: Die Kerzen werden von rechts nach links auf den Leuchter gesteckt, aber von links nach rechts angezündet. Der „Shamash“ oder „Diener“ wird zentral positioniert. Er muss als erstes brennen und wird dann dazu verwendet, alle anderen Kerzen anzuzünden.

    Kwanzaa

    Vom 26. Dezember bis 1. Januar feiern 18 Millionen Menschen in aller Welt Kwanzaa – das „Fest der ersten Frucht“. Der Feiertag aus dem afrikanischen Kulturkreis ist eine Kombination aus Erntedank- und Kulturfest. Die sieben Kerzen stehen für Verhaltensregeln und Prinzipien des Zusammenlebens. Die sieben Prinzipien des Kwanzaa sind – nach Feiertagen geordnet:

    1. Einigkeit (Umoja) – 26. Dezember
    2. Selbstbestimmung (Kujichagulia) – 27. Dezember
    3. Teamarbeit (Ujima) – 28. Dezember
    4. Gemeinsames Wirtschaften (Ujamaa) – 29. Dezember
    5. Zielstrebigkeit (Nia) – 30. Dezember
    6. Kreativität (Kuumba) – 31. Dezember
    7. Glaube (Imani) – 1. Januar

    Ähnlich wie beim jüdischen Lichterfest werden auch hier Kerzen in einen Leuchter gesteckt – den sogenannten Kinara. Sie stehen für die genannten sieben Prinzipien. Für alle Sprachverrückten: Die Kerzen heißen „Mishumaa Saba“, die Prinzipien „Nguzo Saba“.

    Wintersonnenwende

    Die Wintersonnenwende fällt in der nördlichen Hemisphäre auf den 21. Dezember, sprich: auf den offiziellen Winteranfang. Am kürzesten Tag des Jahres nehmen Menschen in aller Welt an Festivals und Feiern teil.

    In Skandinavien war es zur Wintersonnenwende lange Zeit Tradition, in den längsten Nächten des Jahres die Geister mit Feuer zu vertreiben. Die Bedeutung hat sich aber inzwischen verschoben: Inzwischen wird an diesem Tag die Heilige Lucia gefeiert, eine christliche Märtyrerin. Anlässlich der Feier gibt es Kerzenumzüge zu Ehren der Heiligen. Dabei tragen Mädchen und Jungen bodenlange Gewänder und singen gemeinsam Lieder. Der Tradition nach hat die Heilige Lucia Licht im Haar. Deswegen tragen die Kinder zum Luciafest einen Kranz aus elektrischen Kerzen als Krone auf dem Kopf und eine weitere Kerze in der Hand.

    Dongzhi

    Das Dongzhi-Fest hat in China einen hohen Stellenwert. Dabei feiern die Chinesen zwischen dem 21. und 23. Dezember die Wintersonnenwende. Der genaue Tag hängt vom chinesischen astronomischen Kalender ab. Ursprünglich handelte es sich dabei um ein Erntedankfest, bei dem die Feldarbeiter zurückkehrten und die Früchte ihrer Arbeit mit ihren Familien teilten. Inzwischen ist das Dongzhi-Fest aber eine Gelegenheit, die Familie zu treffen und das vergangene Jahr zu feiern.

    Cavalcade of Lights

    Wer im Winter die Stadt Toronto besucht, kann bei der Cavalcade of Lights zusammen mit den Kanadiern den Beginn der Feiertage einläuten. Am 30. November erstrahlen am Hauptplatz von Toronto und am dortigen Weihnachtsbaum über 300.000 Lichter. Die Lichter brennen durchgehend vom 30. November bis Silvester um 11.00 Uhr.

    Silvester

    Es gibt wohl kaum ein internationaleres Fest als die Feier des neuen Jahres. Allerdings gibt es auch hier kulturelle Unterschiede. Selbst ein so globales Fest kann je nach Land und Region ganz unterschiedlich ausfallen.

    So verfolgen beispielsweise jedes Jahr eine Milliarde Menschen live, wie in New York um Mitternacht die berühmte leuchtende Kugel nach unten gelassen wird. Eine weitere beliebte Tradition ist außerdem, zu Mitternacht eine Flasche Sekt zu öffnen. Wussten Sie beispielsweise, dass an den Tagen vor und nach Silvester 25 Prozent des Champagners fließen, der im Jahr weltweit konsumiert wird? Besonders gern lassen die Amerikaner die Sektkorken knallen: Sie trinken über die Feiertage hinweg fast 360 Millionen Gläser.

    Ein weiterer weltweit anerkannter Brauch ist das opulente Mahl zum Start ins neue Jahr. In Italien, Deutschland, Irland und den USA werden unter anderem Hülsenfrüchte und Blattgemüse verzehrt, was Geld und Glück bringen soll. In großen Teilen der westlichen Welt essen die Menschen Schweinefleisch – als Zeichen des Fortschritts und Wohlstands, den man sich für das neue Jahr wünscht. In den Niederlanden, Mexiko, Portugal, Spanien und Griechenland stehen ringförmige Kuchen und Gebäckteile für den abgeschlossenen Jahreszyklus. Finden Sie heraus, wie andere Länder Silvester feiern!

    Holen Sie das Beste aus den Feiertagen heraus

    Es ist kein Geheimnis: Bestimmte Phasen des Jahres wie etwa die Monate von November bis Januar bieten größere Geschäftschancen als andere.

    Für Experten im digitalen Marketing oder der Content-Erstellung kann es hilfreich sein, sich mit den unterschiedlichen Feiertagstraditionen in aller Welt auszukennen. Sie erreichen dadurch Ihr Publikum leichter dank kulturell angepasster Inhalte, die den Erwartungen der Leser, Hörer und Zuschauer entsprechen. Sorgen Sie dafür, dass die diesjährigen Feiertage Ihre erfolgreichsten werden! 


    Veröffentlicht auf 09/12/19    Zuletzt aktualisiert am 11/12/19

    #Digitales Marketing, #Globales Marketing, #Übersetzung & Lokalisierung

    Über den Autor

    Karalee Dunham is a Marketing Coordinator at Amplexor International and is based in River Falls, Wisconsin. She specializes in content creation and has been part of the Global Content & Language Solutions team since 2017.

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