Neustart für den Einzelhandel

    Digitalisiert, durch und durch – und persönlicher denn je: So kann der Einzelhandel jetzt neu durchstarten. Wir zeigen Ihnen die Zukunft der Branche.

    ABONNIEREN SIE UNSEREN BLOG

    Die Jahre 20/21 haben die Welt des Einzelhandels auf den Kopf gestellt. Zeit also, sich neu aufzustellen – für eine konsequente Personalisierung. Die Grundlage dafür ist eine systematische Digitalisierung – und neue Geschäftspraktiken. Konkret:

    1. Personalisierung ist ein Muss – und eine klare digitale Strategie die Voraussetzung

    Wir Menschen sind auf soziale Interaktion gepolt. Weshalb Sie Ihre realen Ladengeschäfte auf keinen Fall aufgeben sollten. Aber in Zukunft müssen sie Teil einer klaren, datenbasierten Strategie sein. Als alleiniger Dreh-und Angelpunkt Ihres Business haben sie ausgedient. Käufer wollen nicht wie Nummern behandelt werden. Ironischerweise können große Anbieter dieses Problem nur mit durchgängiger Digitalisierung lösen. Damit Sie wissen, wer Ihr Kunde ist, online und offline. Denn: Die Kommunikationskanäle können ganz unterschiedlich sein – doch die charakteristischen Bedürfnisse, Vorlieben und Notwendigkeiten jedes Kunden bleiben tendenziell die gleichen.

    2. Die Daten sind da. Was fehlt, ist der Überblick.

    80 % des Unternehmenswissens ist auf verschiedenste Quellen verteilt. Was bedeutet, dass die aufwändig erarbeiteten Puzzleteile nicht das ganze Bild ergeben: Den „360-Grad“-Blick auf Ihre Kunden und auf Ihr Business. Unzählige Informationen sind verteilt auf verschiedenste Teams und Systeme: Produktmanagement, Marketing, Web Content Management, Digital Asset Management, Verkauf …. richtig zusammengebracht, bedeuten sie grundlegende, sich ständig aktualisierende Erkenntnisse über Content-Performance und Kundenverhalten. Sowohl individuell als auch über Märkte hinweg.

    3. Verankern Sie Ihre Website lokal. International.

    Die Welt ist groß – und Ihre Produkte könnten auch in Märkten gefragt sein, die Sie sich bisher noch nicht erschlossen haben. Aber wie erreichen Sie die? Wie werden Sie persönlich, wenn schon die Sprache eine andere ist? Indem sie nicht nur die Worte „über-setzen“, sondern auch und vor allem den Ton. Um wirklich einen guten Draht zu (möglichen) Kunden und Interessenten herzustellen, müssen Sie Ihren Content entsprechend lokalisieren.

    4. Lassen Sie sich finden

    Wie muss Ihr Content aussehen, um als hilfreich, relevant und informativ wahrgenommen zu werden – von den Suchmaschinen und von Ihrem Zielpublikum? Haben Sie Ihre SEO im Griff? Wissen Sie, wo Sie mit welchen Keywords punkten? Und ob Ihre Kunden-Personas diese eher auf Englisch oder in der Landessprache nutzen? Um für andere Märkte nicht nur interessant, sondern relevant und leicht zu entdecken zu sein, brauchen Sie fundiertes Fachwissen und Erfahrung für internationale, lokalisierte SEO.

    5. Marktforschung und -analyse – ganzheitlich

    Eine wirklich lokalisierte Marktstrategie kümmert sich um harte Zahlen und Fakten ebenso wie um die lokale Währung, Zahlungsgewohnheiten, unterschiedliche technische Infrastrukturen, soziale Normen, Motivatoren und Stimuli des Zielpublikums. Nur zusammen mit diesen Faktoren können Sie die Produktauswahl, die richtigen Kanäle und den richtigen Content wirklich maßschneidern – im wahrsten Sinne des Wortes grenzenlos. Das verschafft Ihnen den entscheidenden Vorsprung vor Ihren Mitbewerbern. Von Anfang an – und auf lange Sicht. Eine Investition, die sich doppelt auszahlt. 

    6. Lassen Sie Ihren Kunden die Wahl

    Wir wachen nicht jeden Tag gleich auf. Aber wir haben unsere Gewohnheiten. Ihren Kunden gehts genauso: Während jemand für eine anschauliche Bedienungsanleitung vielleicht auf Youtube geht, kann er sich auf TikTok Inspiration holen – und morgen beim Scrollen durch seinen Instagram-Feed … auch wenn er für genaue Informationen Ihre Website bevorzugt. Lassen Sie Ihren Kunden diese Freiheit! Aber sorgen Sie dafür, dass das Kundenerlebnis konsistent ist – und stellen Sie sicher, in jedem Markt mit den jeweils richtigen Kanälen vertreten zu sein, abhängig von der Marke, den Produkten und Zielgruppen.

    7. Online und offline: Ergebnis und ... Erlebnis!

    Machen Sie das Einkaufen zum Erlebnis – und Ihre Kunden dabei zur Hauptattraktion. Die Kunden wollen sich nicht mehr festlegen lassen. Nachdem sie 2020 monatelang kaum ihre Häuser verlassen konnten, hatten sie ausgiebig Zeit, sich an die Annehmlichkeiten des Online-Shoppings zu gewöhnen, inklusive der Lieferung an die Haustür. Aber das Leben besteht aus so viel mehr als bequemen Kuschelstunden auf dem Sofa. Was zählt, sind die besonderen Momente. Und die aufgestaute Sehnsucht danach sucht sich jetzt ihren Weg.
    Stellen Sie also sicher, dass das Einkaufen in Ihren Geschäften so besonders wird, wie es online bequem ist. Sei es mit einer Einladung auf den Laufsteg, zum Cocktailshaker-Schütteln oder zum Rühren im Suppentopf, beim Showkochen. Daran werden sich Ihre Kunden erinnern – und gerne zurückkommen; vielleicht in guter Gesellschaft ...

    8. BOPIS, ROPIS und BORIS: Ihre neuen besten Freunde

    Je besser Sie die Online-und Offline-Erfahrungen harmonisieren, desto selbstverständlicher werden Ihre Kunden beide annehmen. Sie können die Kundenerfahrung perfektionieren und die Interaktionsrate steigern – on- und offline, für größten Komfort, aber mit dem menschlichen Faktor. Die drei Akronyme stehen für „Buy online, pick up in
    store“, „Reserve online, pick up in store“ und „Buy online, return in store“. In allen drei Szenarien bieten Sie Ihren Kunden das Beste beider Welten, die jetzt zusammenwachsen – und Sie stärken die Kundenbindung im persönlichen Kontakt, mit der Chance zum einen oder anderen Zusatzverkauf.

    9. After sale, taken personally

    Je glücklicher eine Beziehung ist, desto schwieriger ist es, sich zu verabschieden. Lieber bereitet man sich schon auf den nächsten Kontakt vor, ob real oder virtuell. Das Gleiche gilt für den Moment, in dem die Kunden bezahlen: Der Kauf ist abeschlossen, doch der Service noch lange nicht. Jetzt können Sie Ihre Wertschätzung zeigen – ob mit einem Anleitungs-Video, der Bitte um Zufriedenheits-Feedback oder einem Freundschaftspreis für Produkte, die dem Profil des Kunden entsprechen … Je personalisierter, hilfreicher und kreativer Sie hier werden, umso besonderer fühlen sich Ihre Kunden; und desto mehr bleiben sie Ihnen aktiv verbunden.

    10. Influencer

    Mund-zu-Mund-Propaganda, das nächste Level: Influencer-Marketing ist nicht nur viel persönlicher als als klassische Werbung not Prominenten, sondern funktioniert  wie eine gute Unterhaltung: bidirektional. Die richtigen Influencer können die Customer Personas, die Sie erreichen wollen, selbst repräsentieren – auf jeden Fall gilt dies aber für deren Follower. Und die interagieren über den Kanal des Influencers intensiv, geben unmittelbares Feedback, stellen Fragen, geben Anregungen ... kostenlos.

    11. AR und VR: Reale Chancen

    Je mehr sich das Einkaufen im Ladengeschäft um das einmalige, sinnliche Erlebnis dreht, desto weniger kann es eine Notwendigkeit sein. Spätestens 2020 haben Ihre Kunden es erlebt: Man kann auch virtuell Brillen und Kleidung anprobieren, Make-up ausprobieren und die Wohnung einrichten. Der Kaufprozess kann bequem zuhause mit verschiedenen Visualisierungen beginnen, während die Kunden für den letzten Schritt auch gerne die Beratung und reale Erfahrung des Ladengeschäfts suchen. Geben Sie ihnen die Freiheit, die sie wollen – und nutzen Sie die Daten, die sie Ihnen im Laufe ihrer Customer Journey bereitstellen. Online und offline.

    12. Personalisierung ist keine Einbahnstraße

    Natürlich sollten Sie nicht so tun, als seien Sie das kleine Nachbargeschäft um die Ecke. Doch auch Ihre Organisation besteht aus realen Menschen und Nachbarn, mit persönlichen Werten. Machen Sie sie zu den Gesichtern Ihrer Marke, denn am Ende sind sie genau das. Und machen Sie deren wichtigste Wertvorstellungen zu denen Ihres Unternehmens – bestehend aus Menschen, die alle in einer Welt leben, gegenseitig voneinander abhängig. Seien Sie bereit für Fragen – nach der fairen Bezahlung Ihrer Angestellten, der Nachhaltigkeit Ihrer Produkte usw. Konsumenten verlangen zunehmend ehrliche Antworten. Damit Business und Menschen nicht nur überleben, sondern aufbühen, in einer zunehmend bewusster lebenden Welt.

    Fazit: Digitalisierung und Personalisierung werden ihre Geschäfte umfassender verändern, als Sie vermutlich gedacht haben. Einen noch gründlicheren Einblick geben wir Ihnen mit unserem brandneuen E-Book Neustart für den Einzelhandel. Und wenn Sie unten klicken, haben Sie Zugang zu noch mehr Ressourcen und können Ihr Wissen über den Neustart im Einzelhandel weiter vertiefen.

    Einzelhandel 2021 – und danach: E-Book, Quiz und 10 Lektionen.

    Veröffentlicht auf    Zuletzt aktualisiert am 19/05/2021

    #Content Management, #Digitale Strategie, #Digitale Transformation

    Über den Autor

    Eva Mäkler ist Content Marketing Manager bei Amplexor in Lissabon. Nach langjähriger Erfahrung als Cross-Media-Journalistin ist sie seit 2020 bei Amplexor. Eva ist zertifizierter Social Media-, Online- und Online Marketing Editor sowie Digital Media Producer, qualifiziert in Inbound- und Content Marketing.

    SUBSCRIBE TO OUR BLOG