Virtuelle Realität: Das Ende herkömmlicher Marketingmethoden

    Erfahren Sie anhand der folgenden beiden Anwendungsbeispiele für virtuelle Realität im Bereich Marketing, wie auch konventionelle Marken von dieser innovativen Technologie profitieren können.

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    Virtuelle Realität (VR) ist kein neues Konzept. Von den 360-Grad-Wandmalereien des 19. Jahrhunderts bis hin zu den Arcade-Spielen der 90er war die Idee der Stimulation neuer Erfahrungen stets ein attraktives Konzept für kreative Köpfe.

    Tatsächlich war VR schon lange vor Google Cardboards und Samsung Gear VR Thema einer Science-Fiction-Geschichte von 1930, als der Schriftsteller Stanley G. Weinbaum in seiner Kurzgeschichte Pygmalions Brille über eine Brille schrieb, mit deren Hilfe ihr Träger eine fiktionale Welt erleben konnte, die der heutigen immersiven VR-Erfahrung sehr ähnlich ist.

    Seitdem ist jedoch viel passiert. Mit der Einführung kostengünstiger VR-Geräte wird virtuelle Realität buchstäblich real und der Hype hat bereits die Aufmerksamkeit der Marketingexperten auf sich gezogen. Wir sind vielleicht noch weit von einer Masseneinführung entfernt, aber intelligente Marken haben bereits mit der Verwendung von VR-Technologie begonnen, um ihren Kunden die immersive Erfahrung ihrer Produkte und ein ultimatives Kundenerlebnis bieten zu können.

    Der Vorteil?  In Zeiten steigender Kundenerwartungen kann der Umstieg von herkömmlichen Marketingmethoden auf innovatives, personalisiertes und kontextuelles Marketing entscheidend für einen tieferen Austausch mit potenziellen Neukunden und Kunden sein. Darüber hinaus werden innovative Technologien und neue Formate eher wahrgenommen und erhalten durch Mundpropaganda oder soziale Netzwerke eine zusätzliche Dynamik.

    Vielleicht ist die Schaffung spektakulärer Erfahrungen nicht für alle Marken sinnvoll, aber selbst zutiefst konventionelle Unternehmen können sich die Vorteile dieser innovativen Technologie zunutze machen.  Um Ihrem Unternehmen dabei zu helfen, seinen Weg durch die Welt der virtuellen Realität zu finden, möchten wir drei der häufigsten Anwendungen virtueller Realität beim Marketing vorstellen, die sich auf jede Art von Produkt oder Dienstleistung übertragen lassen.

    Interaktive Produktvorführungen

    Die bekannteste VR-Anwendung beim Marketing ist die Produktinszenierung oder Produktvorführung.  Mithilfe künstlicher 360-Grad-Umgebungen können VR-Apps Läden oder Testumgebungen nachbilden und dadurch komplett immersive Erfahrungen vermitteln, die das Konzept „Test vor Kauf“ völlig revolutionieren. Vom Einzelhandel bis hin zur Automobilindustrie gibt es unendliche Möglichkeiten für Marken, die eine einzigartige und emotionale Verbindung zu potenziellen Neukunden herstellen möchten.

    Kunden die Möglichkeit zu geben, Produkte aus der Entfernung auszuprobieren und so die realen Merkmale oder Funktionen kennenzulernen, ist nicht nur eine unterhaltsame und interessante Erfahrung, sondern überwindet auch geografische Grenzen und spart Ihnen die Zeit und Ressourcen, die Sie normalerweise für echte Vorführungen aufbringen müssen. Darüber hinaus bieten VR-Apps nicht nur die Möglichkeit, sich von Mitbewerbern abzuheben, sondern auch wertvolle Einblicke in das Nutzerverhalten, die Marketingexperten zu einem besseren Verständnis ihrer Kunden verhelfen.

    Vom Geschichten-Erzählen zum Geschichten-Erleben

    Die 360-Grad-Erfahrung verändert auch die Art, wie Video-Marketing betrieben wird. Das ursprüngliche Marketingkonzept erzählter Geschichten erhält eine völlig neue Dimension: „Geschichten erleben“. Statt einem Publikum eine Geschichte nur zu erzählen, können Sie Ihre Zuschauer nun mitten in die Geschichte versetzen und sie an der Reise teilhaben lassen. Dieses Konzept hat sich als sehr erfolgreich erwiesen, da es die komplette Aufmerksamkeit der Adressaten beansprucht und sie durch die Auslösung emotionaler Assoziationen fesselt.

    Das Beste ist, dass Sie diese Erfahrungen mithilfe von 360-Grad-Videos auch über einen normalen Browser vermitteln können, ohne spezielle Cardboard-Geräte oder Headsets.

    Einkaufserlebnisse

    Ein weiteres Gebiet, auf dem VR-Technologie häufig zum Einsatz kommt, sind Einkaufserlebnisse im Einzelhandel.  Von einfacher Unterhaltung bis hin zu nützlichen informativen und zeitsparenden Anwendungen bieten sich hier erfolgversprechende Möglichkeiten zur Interaktion mit Käufern, die im Normalfall dafür auch zugänglich sind. Einige Beispiele sind die Verwendung von Headsets für die Anzeige von On-Demand-Modeschauen, bei denen die neuesten Kollektionen vorgeführt werden, oder die topmoderne Technologie der „virtuellen Ankleideräume“, bei denen die Spiegelbilder der echten Käufer mit Kleidung ihrer Wahl überlagert werden, mit zahllosen Stil- und Farboptionen.

    Noch ist die Zukunft unbekannt, aber Einzelhändler scheinen bereit zu sein, sich auf diesen kreativen Ansatz einzulassen, und es gibt unzählige Möglichkeiten: interaktive Schaufensterauslagen, GPS-basierte Kommunikation in Läden, Echtzeit-Angebote und Werbeaktionen sowie alle Arten von Mikrokampagnen, die ungeahnte Möglichkeiten für personalisiertes Marketing eröffnen.

     


    Wenn Sie mehr über diese und andere Möglichkeiten der virtuellen Realität erfahren möchten oder nicht wissen, wie Sie diese Technologie am besten in Ihre eigene Marketingstrategie einbinden können, sehen Sie sich unser AR/VR-Angebot ans oder kontaktieren Sie uns.


    Veröffentlicht auf    Zuletzt aktualisiert am 26/11/2018

    #Digitales Marketing, #Kundenerfahrung, #Marketing Global

    Über den Autor

    Marc Haarmeier has been responsible for the introduction of digital solutions for over 20 years. During his studies as an industrial engineer, he supervised international transformation projects for a consulting firm. In 1997 he became a member of the firm’s management as a division manager. In 2003, he and other partners founded a group of companies with subsidiaries in Germany, Austria and Switzerland which focused on digital solutions for business-critical processes. Since 2011, he has been working at Amplexor, responsible for digital processes in the DACH/CEE area. He is a driving force behind digital transformation with a focus on the comprehensive Digital Experience Management portfolio.

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