Webformulare in Drupal 8 – besonders beliebte Features

    Neue Leads, Kundenfeedback, womöglich sogar Verkauf – nutzen Sie dazu Webformulare? Drupal 8 unterstützt eine noch höhere Konversionsrate und eine durchdachtes, gelungenes Nutzererlebnis. Wie das geht, erfahren Sie hier.

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    Wie eine gutes Nutzererlebnis auf einer Website gelingt, ist ein anspruchsvolles, vielschichtiges Thema. Webformulare geraten dabei schnell aus dem Blick, und das obwohl sie ein probates Mittel für den Erstkontakt zu potenziellen Neukunden und für die indirekte Beziehungspflege sind. Oft wird viel Aufwand betrieben, damit Nutzer auf die Kanäle aufmerksam werden, die man anbietet. Wird aber nicht ebenso intensiv an dem Nutzererlebnis gearbeitet – und dazu gehören unbedingt auch Webformulare –, läuft man Gefahr, dass die Interaktion zu komplex wird und Interessenten frustriert aufgeben.

    Für die Erstellung von Webformularen bietet sich Drupal 8 an, besonders seit es weiterentwickelt wurde und nun über noch mehr komfortable Features in der Anwendung verfügt. Sie können ein mehrseitiges Formular mit bedingungsbasierter Logik erstellen oder auch nur ein einfaches Kontaktformular anlegen, über das Ihr CRM oder Ihre automatisierte Marketing-Plattform mit Daten gefüttert wird: Das vielseitige Webform-Modul von Drupal stellt Ihnen dafür eine Vielzahl an Tools zur Verfügung.

    Wie sehen Webformulare in Drupal 8 aus? Wie lassen sie sich im Sinne eines optimierten Nutzererlebnisses auf Ihrer Website einsetzen? Darum soll es hier nun gehen.

    1. Mehr Flexibilität, viele Freiheiten

    Das Webform-Modul von Drupal überzeugt zunächst einmal durch seine Vielseitigkeit: Man kann ganz selbstbestimmt komplett eigene Formulare erstellen oder auch bereits vorhandene bearbeiten. Eine umfassende Benutzeroberfläche stellt die Funktionalität in ihrer ganzen Bandbreite bereit. Neue Formulare sind schnell angelegt – einfache Kontaktformulare genauso wie zum Beispiel eine umfangreichere Kundenbefragung.

    Ein neues Formular anlegen – ein Kinderspiel mit dem Drupal 8 Webform-Modul

    2. Sofort einsatzbereit

    Das Drupal 8 Webform-Modul bietet ein breites Spektrum an Funktionen: Textfelder, Auswahlkästchen, Optionsschaltfächen usw. sind als Grundausstattung natürlich dabei, aber auch jede Menge Extras.

    Die Formularelemente sind dabei unterschiedlichen Kategorien zugeordnet. Da gibt es einmal die Felder für die Eingaben der Nutzer (E-Mail, Passwort, Datumsauswahl) oder auch sogenannte Composite-Felder (mehrere, miteinander verknüpfte Felder, die als ein Feld behandelt werden, z. B. die Adresse), Upload-Felder (Dateien, Audio, Video, Bilder usw.), komplexe Felder (zum Beispiel zum Setzen einer Unterschrift) und Elemente zur Gestaltung (HTML-Markups, Buttons usw.).

    Elemente komplexer Formularfelder in Drupal 8

    Auch die Listenerstellung – für die einzelnen Punkte in Ihren Drop-down-Feldern im Formular – ist ein Kinderspiel. Für die Felder, die am häufigsten Verwendung finden, gibt es in Drupal bereits vorgefertigte Listen: Darin finden Sie unter anderem Punkte wie Tage, Monate, Zeitzonen, Sprachen, Größen, ethnische Zugehörigkeit, Bewertung mittels Likert-Skala, Familienstand und Länder (Name/ISO-Code).

    3. Validierung, Eingabemasken, Bedingungen ...

    Die verschiedenen Elemente sind dabei nicht nur als simpler „Typ“ klassifiziert. Sie bieten viel mehr: Ein E-Mail-Element ist nicht einfach nur ein Eingabefeld, sondern dahinter steht zusätzlich ein „Validator“, der bei Eingabe prüft, ob es sich um eine plausible E-Mail-Adresse handelt.

    Auch eine erweiterte Nutzerführung beim Ausfüllen der Formulare – und damit eine optimierte Erfahrung für die Nutzer – ist möglich: zum einen über eine Beschreibung oder einen Hilfetext zu den Feldern, zum anderen aber auch über Eingabemasken und Platzhalter.

    Wenn das Formular aufgerufen wird, sind die Felder in diesen Fällen mit Beispielwerten – den sogenannten Platzhaltern – vorausgefüllt. Klickt der Nutzer darauf, wird das Feld zurückgesetzt und steht zur Eingabe bereit.

    Platzhalter in einem Webformular in Drupal 8

    Noch besser eignen sich Eingabemasken, um die Nutzer so anzuleiten, dass die Eingabe in der gewünschten Form erfolgt. Dabei wird ein festes Format dafür festgelegt, was gültige Eingabewerte sind. Das Formular akzeptiert dann keine andere Antwort mehr.  Soll der Nutzer beispielsweise eine Postleitzahl eingeben, die nicht mehr als fünfstellig sein darf, erstellt man eine Maske, die nur dieses Format zulässt. Die Komplexität dieser Masken lässt sich beliebig steigern, zum Beispiel über vordefinierte Regeln und Formate für die Eingabe von Umsatzsteuernummern, E-Mail-Adressen, Kontonummern usw. Wie andere Tools zur Erstellung von Formularen auch bietet das Webform-Modul von Drupal eine ganze Reihe vordefinierter Masken an. Ganz nach Bedarf lässt sich diese Auswahl auch erweitern.

    Eingabemasken in mit Drupal 8 erstellten Webformularen

    Fällt Ihr Formular etwas länger aus, ist es unter Umständen sinnvoll, dass nicht gleich alle Felder auf einen Schlag zu sehen sind, sondern erst einmal nur einige wenige. Weitere erscheinen anschließend idealerweise dann, wenn sie durch die Eingaben des Nutzers relevant werden. Jedes Feld kann nach diesem Prinzip logisch mit Bedingungen verknüpft werden. Auf dieser Grundlage reagiert es dann auf Eingaben in anderen Feldern.

    Bedingungsbasierte Logik in Drupal 8

    4. Mehrstufige Formulare, gelungenes Nutzererlebnis

    Ein Onboarding-Prozess, eine Feedback-Umfrage oder eine Interaktion, bei der vielerlei Daten abgefragt werden: Es wirkt auf Nutzer häufig unübersichtlich und komplex, wenn das gesamte Formular auf einer Seite dargestellt wird. Daher bietet es sich an, ein solches Formular mehrstufig anzulegen. Pro Seite werden alle relevanten Elemente gruppiert angezeigt (das stellen Sie mittels Drag-and-Drop in der Bedienoberfläche zusammen). Anschließend begleiten Sie die Nutzer Schritt für Schritt durch den Prozess.

    Mehrstufiges Formular auf einer mit Drupal erstellten Website

    Steckt hinter der Seite noch etwas Logik, erscheinen unterschiedliche Formularschritte, je nachdem, was ein Nutzer zuvor geantwortet hat. Wenn Sie beispielsweise im ersten Schritt erfragen, welchen Beruf der Nutzer ausübt, können Sie es so einrichten, dass anschließend auf diesen Parameter abgestimmte Fragen erscheinen.

    5. Management der Formularvorlagen

    Es kann sehr mühsam sein, für jedes Abo-Angebot eines Newsletters, jede Anmeldung zu einem Event oder jedes Kundenfeedback von Grund auf ein neues Formular anzulegen. Es bietet sich daher an, für die häufigsten Formulartypen Vorlagen zu erstellen, in denen die Felder so weit wie möglich vorkonfiguriert sind. Ein solches Formular muss dann im Einzelfall nur noch an den jeweiligen Kontext angepasst werden.

    6. Weitere Module und Plugins

    Deckt dieser komplett einsatzfertige Drupal 8-Baustein nicht alle Ihre Anwendungsfälle ab, gibt es weitere Drupal-Module zur Ergänzung. Hier nur einige Beispiele:

    • Views Integration
      Zur Erstellung umfangreicher Listen/Layouts und einfachen Einbettung verschiedener Formulare
    • Erweiterte Analyse von Umfrageergebnissen
      Zur Darstellung/Anzeige der über das Webformular erfragten Informationen als Tortendiagramm, Balkendiagramm oder Tabelle – Auswertung leicht gemacht
    • Weiterleitung der über Webformulare eingegangenen Daten an einen REST-basierten Webservice
      Zur Übermittlung der Daten aus Webformularen an einen externen Webservice für die weitere Verarbeitung
    • Verschlüsselung von Formularinhalten
      Besonders sichere Übermittlung der Inhalte von Webformularen, damit Daten nicht unterwegs abgefangen werden
    • Speziell vordefinierte Composite-Felder
      Das Modul verfügt bereits über vordefinierte Composite-Felder (z. B. für die Adresse); weitere (gängige) Felder können über andere Drupal-Plugins eingebunden werden
    • Unique Invitations, zum Versenden einmaliger Codes per E-Mail für individuelle Formulare
      Zur Erstellung „geheimer“ Formulare, auf die Nutzer individuell zugreifen können
    • Spamschutz mittels CAPTCHA
      Eingabeschutz zur Absicherung Ihres Formulars gegen Spam
    • Honeypot
      Eingabeschutz mittels CAPTCHA, ohne die Nutzer beim Ausfüllen zu behindern
    • HubSpot
      Binden Sie Ihr Webformular in Ihren HubSpot-Account ein: Integrieren Sie die Daten aus Webformularen in Ihre HubSpot-Kontakte, anstatt sie in der Drupal-Datenbank zu speichern
    • MailChimp
      Bietet Nutzern die Möglichkeit, über ein Webformular eine MailChimp-Mailingliste zu abonnieren
    • Commerce
      Zur Einbindung von Webformularen in einen Onlineshop, der auf Drupal Commerce aufbaut, sodass zum Beispiel ein Formular mit dem Warenkorb oder dem virtuellen Gang zur Kasse verknüpft ist
    • CiviCRM
      Binden Sie Ihr Webformular in Ihren CiviCRM-Account ein: Schicken Sie die Daten aus Webformularen an Ihr CRM, anstatt sie in der Drupal-Datenbank zu speichern
    • Slack
      Sendet Mitteilungen an einen bestimmten Slack-Account und -Kanal, wenn neue, über Formulare eingegebene Daten gespeichert werden
    • Das ist bei Weitem nicht alles – die vollständige Liste der Add-ons für Webformulare von Drupal finden Sie online

    Fazit

    Die Website als statischer Kanal zur Informationsvermittlung hat ausgedient. Viele Markenanbieter nutzen Websites inzwischen vielmehr für einen intensiven Informationsaustausch und die Kommunikation mit ihrer Zielgruppe. Über intuitive Webformulare und Umfragen ist eine höhere Konversionsrate Ihrer Websites realisierbar. Der Informationsaustausch gelingt flüssig und störungsfrei.

    Content-Verantwortliche und Webmaster nutzen das Webform-Modul Drupal 8 mit seiner bedienfreundlichen Oberfläche zur Erstellung von Formularen, die den Nutzern der Website bei der Eingabe ihrer Daten ein positives Erlebnis bieten: bei der Beantwortung einer Zufriedenheitsumfrage ebenso wie bei einer Informationsanfrage zu Ihren Produkten.

    Veröffentlicht auf 02/05/19    Zuletzt aktualisiert am 02/05/19

    #CMS, #Content Management, #Nutzererlebnis, #Kundenerfahrung

    Über den Autor

    Kevin is Drupal Web Developer and Consultant at AMPLEXOR based in Belgium. Kevin is an Acquia Certified Developer with over 6 years of experience in planning, development, maintaining Drupal websites and leading development teams in Drupal. He has also volunteered at the organization of the yearly Belgian DrupalCamp event.

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