Website-Gestaltung mit Verantwortung

    Vier Regeln für den virtuellen Raum – denn die Verantwortung ist real! So präsentieren Sie sich online so gewissenhaft wie offline.

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    Das Internet ist schon lange keine in sich geschlossene Welt mehr.  Der virtuelle Raum beeinflusst längst unsere Realität. Über das World Wide Web verbinden wir uns, miteinander und mit Firmen – weltweit. Umso wichtiger ist es, dass sich Unternehmen ihrer Verantwortung bewusst sind, im digitalen genauso wie im analogen Raum. Doch was heißt es, eine Website verantwortungsvoll zu gestalten?  

    Nehmen wir die vier Säulen einer verantwortungsvollen Website unter die Lupe:  

    1. Nützlichkeit

    Der konkrete Nutzen ist die Daseinsberechtigung jeder Website. Insbesondere Firmen-Websites verfolgen einen klar definierten Zweck: Informationen liefern, Kunden an ihre Bankberater weiterleiten, Produkte im Webshop darstellen ... Eine nach ethischen Normen programmierte Website hat einen klar erkennbaren Nutzen für den User und sollte ihre Botschaften deutlich und konsistent vermitteln. 

    Die Qualität hängt dabei von Faktoren wie Design, Content und Erreichbarkeit ab, um nur einige zu nennen. Verantwortungsbewusste Unternehmen finden die richtige Balance − damit die Seite den Besuchern so nützlich wie möglich ist. 

    1. 2. Sicherheit

    Im Internet lauern viele Gefahren, und mit der Zeit haben sich immer mehr Sicherheitslücken aufgetan. Selbst die größten Firmen waren schon Opfer von Cyberattacken. Web-Entwickler tun natürlich alles, um Hacker und Cyberkriminelle in Schach zu halten. Das wird aber immer komplizierter, denn mittlerweile stammt ein Großteil des Codes von Drittanbietern. Es ist eine echte Herausforderung, die eigene Online-Präsenz vor Schadsoftware zu schützen, denn diese lässt sich nur schwer aus Hunderten von Programmzeilen herausfiltern. Aber natürlich müssen Sie Ihre Besucher bestmöglich schützen. Nicht-Techniker (also die meisten User) machen sich kaum Gedanken darüber, was im Hintergrund der Website vor sich geht. Sie wollen sich beim Surfen keine Gedanken machen müssen – auch nicht um Sicherheit und Privatsphäre. Als verantwortungsbewusster Unternehmen oder Entwickler sind Sie es, der hier investieren und selbstverständlich alle gesetzlichen Sicherheits- und Datenschutzbestimmungen einhalten muss – und dabei immer auf dem neuesten Stand, welche Praktiken sich am besten in der Praxis bewähren.

    1. 3. Geringer Datenverbrauch 

    Wie kann eine Website „sparsam“ sein? Das Surfen auf Websites ist schließlich kostenlos – oder? Falsch! Es gibt nämlich versteckte Kosten, die beim Laden der Seiten anfallen – vor allem, was die Datenmenge angeht. Unternehmen müssen im Blick behalten, dass selbst ein relativ kleiner Web-Auftritt den Nutzer Datenvolumen kostet.  

    Einige Maßnahmen, wie Daten-Caching, sind hier inzwischen Standard. Sie sind wirklich nützlich, wenn es darum geht, die Website-Größe unter Kontrolle zu halten. Zu einer sparsamen Website gehört aber weit mehr. Es wird Zeit, dass wir umdenken; Analysten müssen sich genauer angucken, welche Daten sie tatsächlich verschicken: Muss es wirklich die animierte Slideshow mit zehn Bildern sein? Oder werden weniger datenhungrige Anwendungen Ihrem Business auch gerecht? 

    1. 4. Respekt

    Besonders in den Marketing-Abteilungen steht Respekt schon ganz oben auf der Tagesordnung. Die Benutzer der Website sollen sich geachtet fühlen; schließlich sie sind auch potenzielle Kunden. Dabei konzentrieren sich Marketing-Experten hauptsächlich auf den Content – das ist aber zu kurz gedacht. Was ist mit Cookie-Bannern? Oder mit Pop-ups, die Besucher auffordern, Standortdaten zu senden? Und wie sieht es mit Bibliotheken von Drittanbietern aus? Mit Programmen, die das Smartphone vibrieren lassen wollen?!  

    Diese Beispiele zeigen: Respekt im virtuellen Raum umfasst mehr. Die EU pusht bereits einige Prozesse in die richtige Richtung. Die DSGVO zwingt Marketing-Fachleute und Designer, neue Wege zu finden. Sie müssen die Besucher informieren, ohne deren Bildschirme mit riesigen Bannern zuzutapezieren. Von einer perfekten Welt sind wir zwar immer noch weit entfernt – doch zumindest wurden bei den Verantwortlichen bereits produktive Denkprozesse angestoßen. 

    Diese vier Grundregeln bilden meiner Meinung nach eine solide Grundlage, wenn Ihre Website Ihrer Verantwortung gerecht werden soll. So können Sie den ersten Schritt machen, um in erweiterten Teams weiterzudenken und neue Wege zu gehen. Gemeinsam können wir das World Wide Web zu einem besseren Ort machen. 

    Wollen Sie tiefer einsteigen ins Thema? Auf einer GOTO Berlin Konferenz hat einer der Redner das Thema eingehender behandelt, als er über HTTP-Header sprach. Sehen Sie hier das Video seines spannenden und überraschenden Auftritts.

    Veröffentlicht auf    Zuletzt aktualisiert am 25/08/2020

    #Customer Experience, #Content Management, #Digitale Strategie, #Kundenerfahrung

    Über den Autor

    Tim Melotte is an AEM consultant at Amplexor Belgium. He started his Amplexor career with an AEM bootcamp in 2017. Since then he worked as an AEM consultant for various customers, working with AEM, AEM Forms and Adobe Campaign Standard.

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